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Was­ser­wirt­schaft ruft zu bes­serem Schutz der Trink­was­ser­res­sourcen in Deutsch­land auf

20.04.2018 All­ge­mein

Vor­sor­ge­prinzip stärken / 4. Rei­ni­gungs­stufe löst die Pro­bleme nicht

Zum Welt­was­sertag for­dert der Bun­des­ver­band der Energie- und Was­ser­wirt­schaft dazu auf, die Trink­was­ser­res­sourcen in Deutsch­land besser zu schützen. “Das Trink­wasser in Deutsch­land kommt in aus­ge­zeich­neter Qua­lität aus dem Hahn. Damit das auch morgen und über­morgen noch zu bezahl­baren Preisen der Fall ist, müssen wir jetzt anfangen, mehr für den Res­sour­cen­schutz zu tun”, sagte Martin Weyand, BDEW-Haupt­­ge­­schäfts­­­führer Wasser/ Abwasser in Berlin. Das gelte ins­be­son­dere für die Land­wirt­schaft und die unge­löste Gül­le­pro­ble­matik. Aber auch der zuneh­mende Arz­nei­mit­tel­konsum erfor­dere ein Umdenken in der Gesell­schaft: “Ange­sichts eines stei­genden Medi­ka­men­ten­ver­brauchs brau­chen wir eine ganz­heit­liche Arz­nei­mit­tel­stra­tegie. Bei alledem muss klar sein: Jeder Ansatz, der nur auf Repa­ratur in Was­ser­werk und Klär­an­lage setzt, wird schei­tern”, so Weyand.

Auch eine vierte Rei­ni­gungs­stufe in Abwas­ser­an­lagen kann weder alle Stoffe hun­dert­pro­zentig ent­fernen noch ist sie geeignet, mul­ti­re­sis­tente Keime zu ent­fernen. “Wir müssen an der Quelle der Ver­schmut­zung ansetzen und das Ver­­ur­­sa­cher- und Vor­sor­ge­prinzip stärken. Nur so können wir unsere Gewässer und damit auch wert­vollen Trink­was­ser­res­sourcen erhalten. Das sollte es uns auch ange­sichts welt­weiter Was­­ser­­mangel- und Qua­li­täts­pro­bleme wert sein.”

Zahlen und Fakten zur Was­ser­wirt­schaft in Deutschland:
Die Bun­des­re­pu­blik Deutsch­land ist ein was­ser­rei­ches Land. Ins­ge­samt ver­fügt Deutsch­land über eine sich jähr­lich erneu­ernde Was­ser­menge von 188 Mil­li­arden Kubik­me­tern. Davon werden jähr­lich nur rund 18 Pro­zent von unter­schied­li­chen Nut­zern ent­nommen. Die öffent­liche Was­ser­ver­sor­gung nutzt rund 5,1 Mil­li­arden Kubik­meter pro Jahr, das sind nur 2,7 Pro­zent der ver­füg­baren Ressourcen.

Mit rund 61,8 Pro­zent stellt das Grund­wasser (inkl. Quell­wasser 69,9 Pro­zent) wei­terhin die wich­tigste Res­source für die Trink­was­ser­ge­win­nung dar. Ober­flä­chen­was­ser­vor­kommen (Tal­sperren, Ufer­fil­trat, ange­rei­chertes Grund­wasser, direkte Ent­nahmen aus Flüssen und Seen) werden zu 30,1 Pro­zent genutzt. Ins­ge­samt zeigt sich seit 1990 eine kon­ti­nu­ier­liche Abnahme der Jah­res­för­der­mengen um rund 25 Prozent.

Quelle: BDEW