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Strom­preis von Steuern und Abgaben entlasten

08.09.2017 All­ge­mein

Zehn Jahre BDEW: Ver­band for­dert Reform der Ener­gie­wende-Finan­zie­rung / BDEW hat sich als zen­trale Inter­es­sen­ver­tre­tung etabliert

Eine deut­liche Redu­zie­rung der Steuern und Abgaben auf den Strom­preis hat BDEW-Prä­­si­­dent Johannes Kemp­mann anläss­lich einer Jubi­läums-Ver­­an­stal­­tung zum zehn­jäh­rigen Bestehen des Bun­des­ver­bandes der Energie- und Was­ser­wirt­schaft gefor­dert: “Die Nut­zung Erneu­er­barer Ener­gien im Ver­­­kehrs- und im Wär­me­sektor bietet erheb­liche CO₂-Ein­­s­par­­po­­ten­­ziale. Heben lässt sich dieses Ein­spar­po­ten­zial aber nur, wenn das Pro­dukt Strom in diesen Sek­toren auch wett­be­werbs­fähig wird. Nach der Bun­des­tags­wahl sollte eine neue Bun­des­re­gie­rung des­halb die Strom­steuer auf das zuläs­sige Minimum senken. Zudem sollte die ‚Beson­dere Aus­gleichs­re­ge­lung‘ im Erneu­er­­bare-Ener­­gien-Gesetz steu­er­fi­nan­ziert werden.”

Stefan Kap­ferer, Vor­sit­zender der BDEW-Haupt­­ge­­schäfts­­­füh­­rung: “Ein wett­be­werbs­fä­higer Strom­preis ist auch Vor­aus­set­zung dafür, dass power-to-x-Tech­­no­­lo­­gien eine Chance haben. Auf diese inno­va­tiven Tech­no­lo­gien werden wir ange­wiesen sein, da eine Voll­elek­tri­fi­zie­rung der Bereiche Wärme und Ver­kehr voll­kommen unrea­lis­tisch ist. So wird der Ener­gie­träger Gas wei­terhin eine unver­zicht­bare Rolle im Ener­gie­system der Zukunft haben.”

Der BDEW habe sich zu dem zen­tralen Ort ent­wi­ckelt, an dem die Bran­chen­in­ter­essen der Energie- und Was­ser­wirt­schaft offen dis­ku­tiert und zu einer Bran­chen­lö­sung zusam­men­ge­führt werden, so Kemp­mann mit Blick auf die Grün­dung des Ver­bandes vor zehn Jahren. “Wir setzen uns dafür ein, dass Ver­sor­gungs­si­cher­heit, Nach­hal­tig­keit und Bezahl­bar­keit der Ener­gie­ver­sor­gung gleich­rangig gewahrt werden. Und wir stehen für eine moderne, res­sour­cen­scho­nende und umwelt­ge­rechte Wasser- und Abwas­ser­wirt­schaft. Der BDEW ist der ein­zige Ver­band, der das Gesamt­system der Ener­gie­wirt­schaft abbildet. Damit ist er auch die ein­zige Inter­es­sen­ver­tre­tung, die bei­spiels­weise die Folgen von Geset­zes­in­itia­tiven in ihrer ganzen Trag­weite für das Ener­gie­system und die Unter­nehmen erfassen und beur­teilen kann. Auch heute legen Minis­te­rien, Par­la­mente und Behörden beson­deren Wert auf gemein­same Bran­chen­po­si­tionen.” Stefan Kap­ferer, Vor­sit­zender der BDEW-Haupt­­ge­­schäfts­­­füh­­rung: “Die Dis­kus­sionen im BDEW sind oft lei­den­schaft­lich und intensiv. Den­noch ist es enorm wichtig, gemein­same Posi­tionen zu erar­beiten, mit denen wir dann gegen­über der Politik auf­treten können. Im Fokus stehen zudem die mas­siven Ver­än­de­rungen, die sich aus der Digi­ta­li­sie­rung und der Ener­gie­wende ergeben.”

Seit der Ver­bands­grün­dung ist die Zahl der Mit­glieds­un­ter­nehmen kon­ti­nu­ier­lich gewachsen. Dazu zählen ver­stärkt auch Unter­nehmen aus den Berei­chen Erneu­er­bare Ener­gien, Infor­­ma­­tions- und Kom­mu­ni­ka­ti­ons­tech­no­lo­gien und Mobi­lität. Ins­ge­samt konnte der BDEW allein aus diesen Sek­toren in den ver­gan­genen Jahren rund 50 Unter­nehmen als neue Mit­glieder gewinnen.

Das Spek­trum der BDEW-Mit­­­glieder reicht von lokalen und kom­mu­nalen über regio­nale bis hin zu über­re­gio­nalen Unter­nehmen. Sie reprä­sen­tieren rund 90 Pro­zent des Strom­ab­satzes, gut 60 Pro­zent des Nah- und Fern­wär­me­ab­satzes, 90 Pro­zent des Erd­gas­ab­satzes sowie 80 Pro­zent der Trin­k­­wasser-För­­de­­rung und 60 Pro­zent der Abwasser-Ent­­­sor­­gung in Deutschland.

Quelle: BDEW